Diesen Satz habe ich in letzter Zeit gleich zweimal gehört – einmal von einem Bauträger und einmal von einer großen Immobilienverwaltung.
Beide hatten viel Geld in die Hand genommen. Sie haben eine IT-Firma beauftragt, Cloud-Lizenzen gemietet und schicke Apps entwickeln lassen.
Das bittere Ergebnis nach dem Rollout? Niemand nutzt es.
- Die Mitarbeiter wurden nicht geschult und Prozesse nie an die neuen Tools angepasst.
- Die Kunden wussten von nichts, weil das Marketing fehlte.
- Der absolute Tiefpunkt: Eigene Service-Mitarbeiter rieten am Telefon aktiv von den neuen digitalen Produkten ab, weil sie selbst nicht überzeugt waren.
Wie konnte es so weit kommen?
Die Wurzel des Übels lag in der komplett fehlenden Kommunikationsstruktur zum Dienstleister: Beim einen Unternehmen ließ man der IT-Firma blind freie Hand („Macht uns mal digital“). Beim anderen wusste das Management schlichtweg selbst nicht, was den eigenen Leuten den Alltag erleichtern oder was der Endkunde eigentlich braucht.
Viele Unternehmen glauben, man könne „Digitalisierung“ einfach als fertiges Paket einkaufen. Aber Software über unklare oder kaputte Prozesse zu stülpen, löst keine Probleme. Es macht sie nur teurer.
Es reicht nicht, einer Agentur ein Budget zu geben und zu hoffen, dass am Ende Wertschöpfung herausfällt. Was hier massiv fehlte, war die strategische Klammer: Die Übersetzungsleistung zwischen Business-Anforderung und IT-Dienstleister.
Genau hier setzt mein Mandat als Enterprise Architect an. Es geht nicht darum, blind Code zu produzieren. Es geht darum, Business, Prozesse und Dienstleister so zu steuern, dass die Lösung am Ende Geld spart (oder bringt) – und von den Menschen auch genutzt wird.
Technik ist nur der Hebel. Die Struktur muss vorher stehen.
Wer von euch hat auch schon mal miterlebt, wie teure IT-Projekte am Ende als „Datenfriedhof“ geendet sind, weil die Brücke zwischen Fachabteilung und IT gefehlt hat? 👇
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